Was ist ein Videokatalog? Video in gedruckte Kataloge einbinden
Was ein Videokatalog ist, wie er funktioniert, ob eine App nötig ist und worin er sich vom digitalen Katalog unterscheidet. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Der gedruckte Katalog ist nach wie vor eines der stärksten Verkaufswerkzeuge: Er liegt auf dem Schreibtisch, wird weitergereicht, auf Messen verteilt und an Händler verschickt. Er hat aber eine Grenze: Ein Foto zeigt nur einen einzigen Moment. Papier kann nicht zeigen, wie sich ein Produkt öffnet, wie es benutzt wird oder wie es in Wirklichkeit aussieht. Genau diese Lücke schließt ein Videokatalog.
Was ist ein Videokatalog?
Ein Videokatalog ist ein gedruckter Katalog, bei dem ein Video abgespielt wird, sobald das Foto einer Seite mit der Smartphone-Kamera erfasst wird. Der Leser richtet das Smartphone auf ein Produktfoto, das Smartphone erkennt es und spielt das passende Video ab. Das Papier bleibt gleich, doch jede Seite wird zur Tür zu einem Video.
Der Unterschied zum klassischen QR-Code: Ein QR-Code ist ein separates Quadrat auf der Seite, das zu einer Website führt. Im Videokatalog ist das Foto selbst der Auslöser. Der Leser sieht das Video zu genau dem, was er gerade betrachtet. (Einen ausführlichen Vergleich finden Sie unter QR-Code oder Bilderkennung?)
Was muss der Leser tun? Braucht man eine App?
Solche Anwendungen verlangen oft den Download einer eigenen App, und die meisten Leser geben dann auf. ImageWake läuft direkt im Browser des Smartphones, dieser Schritt entfällt also:
- Der Leser scannt den QR-Code auf dem Umschlag oder der ersten Seite mit der Smartphone-Kamera.
- Die Seite des Katalogs öffnet sich im Browser und fragt nach dem Kamerazugriff; nach der Freigabe öffnet sich die Kamera sofort.
- Er richtet die Kamera auf ein beliebiges Foto im Katalog, und das Video startet.
Keine App, keine Registrierung, keine Kosten für den Leser. Es funktioniert im Browser auf iPhone und Android. Der QR-Code wird nur einmal zum Einstieg gescannt; danach richtet der Leser die Kamera einfach auf das gewünschte Foto.
Worin unterscheidet er sich vom Video im digitalen Katalog?
In einen PDF- oder Blätterkatalog lassen sich Videos einbetten, doch diese erreichen nur Menschen, die den Katalog am Bildschirm öffnen. Im Videokatalog ist das Video an die gedruckte Seite selbst gebunden: Auch das auf der Messe verteilte, beim Händler liegende oder per Post verschickte Exemplar spielt das Video ab. Dasselbe Foto wird auch in einem am Bildschirm geöffneten PDF erkannt, sodass ein Video im gedruckten und im digitalen Katalog funktioniert.
Für welche Kataloge eignet er sich?
- Möbel und Wohnen: das Produkt im eingerichteten Raum, bewegliche Teile, Stoff- und Farbvarianten.
- Maschinen und Anlagen: die Maschine im Betrieb, Aufbau und Wartung. Der Katalog wird zum Schulungsmaterial für Händler und Außendienst.
- Kosmetik und Körperpflege: Anwendung, vorher und nachher.
- Lebensmittel und Getränke: Rezepte, Serviervorschläge, die Herstellung.
- Preislisten und Broschüren: Neuheiten oder Kampagnenfilme.
Warum es funktioniert
Das Produkt wird in Bewegung gezeigt
Ein Foto zeigt einen Blickwinkel; ein Video zeigt die tatsächliche Größe, das Material und die Nutzung. Der Katalog erklärt, was sonst ein Verkäufer am Tisch erklären würde.
Aktualisierung ohne Neudruck
Sie drucken den Katalog einmal und ändern das Video, wann immer Sie möchten. Kein Neudruck für eine neue Kampagne, eine neue Farbe oder einen aktualisierten Werbefilm.
Er wird messbar
Das größte Problem gedruckter Kataloge ist, dass man nicht weiß, wie viel Aufmerksamkeit sie bekommen. Im Videokatalog wird jeder Scan im Dashboard erfasst: Sie sehen, welche Seiten und Produkte das größte Interesse wecken.
Muss ich meinen Katalog neu gestalten?
Nein. Laden Sie einfach die Fotos Ihrer vorhandenen Seiten hoch. Neu ist nur ein QR-Code auf dem Umschlag oder der ersten Seite mit einem kurzen Hinweis, etwa „Mit dem Smartphone scannen und die Produkte in Bewegung sehen".
Tipp: Am leichtesten erkannt werden detailreiche, kontrastreiche Bilder ohne Spiegelungen. Prüfen Sie Ihre Fotos vor dem Druck mit dem kostenlosen Bildtest.
Schritt für Schritt zum ersten Videokatalog
- Konto erstellen und Paket wählen. Die eigene Adresse und der QR-Code Ihres Katalogs entstehen sofort.
- Fotos und Videos hinzufügen. Ordnen Sie jedem Foto ein Video zu. Laden Sie das Video als Datei hoch oder fügen Sie einen Google-Drive- oder Dropbox-Link ein.
- Mit dem Smartphone testen. Scannen Sie den QR-Code und richten Sie die Kamera auf die gedruckte Seite oder das Foto am Bildschirm.
- QR-Code in den Druck aufnehmen. Umschlag, erste Seite oder Rückseite sind die naheliegenden Stellen. Die passende Größe ermitteln Sie mit dem QR-Code-Größenrechner.
Häufige Fragen
Wie lang sollte das Video sein?
Kurze, packende Videos wirken am besten. Die ersten Sekunden zählen am meisten; 15–45 Sekunden reichen für die meisten Produkte.
Was, wenn die Internetverbindung schwach ist?
Videos werden automatisch komprimiert, damit sie auf Smartphones flüssig laufen. An vollen Orten wie Messen empfiehlt es sich dennoch, die WLAN-Daten neben den QR-Code zu drucken.
Kann ich dasselbe Foto an verschiedenen Stellen verwenden?
Ja. Solange das Foto gleich ist, spielt dasselbe Video im Katalog, in der Broschüre oder auf dem Plakat, und alle Scans werden an einer Stelle gezählt.
Beispiele speziell für Produktkataloge finden Sie auf der Seite Kataloge, die Pakete unter Preise.