QR-Code oder Bilderkennung? Was eignet sich besser für Druckprodukte?
Unterschiede, Stärken und Grenzen von QR-Codes und Bilderkennung, und wann Sie in Katalogen, Plakaten und Verpackungen welche Lösung einsetzen.
Wer ein Druckprodukt mit digitalen Inhalten verbinden möchte, denkt zuerst an einen QR-Code. Dass die Smartphone-Kamera das gedruckte Bild selbst erkennt, erfüllt denselben Zweck auf andere Weise. Die beiden sind keine Konkurrenten; oft funktionieren sie zusammen am besten. Dieser Artikel zeigt Unterschiede, Stärken und Schwächen und wann sich was eignet.
Kurz gesagt: Was leisten sie?
- QR-Code: ein quadratischer Code auf der Seite. Mit der Smartphone-Kamera gescannt, führt er zu einer Adresse (Webseite, Video, Formular).
- Bilderkennung: Die Smartphone-Kamera erkennt das gedruckte Bild selbst und spielt den verknüpften Inhalt ab (zum Beispiel ein Video). Ein zusätzlicher Code ist nicht nötig; das Foto selbst ist der Auslöser.
Vergleich
| QR-Code | Bilderkennung | |
|---|---|---|
| Auslöser | Ein quadratischer Code auf der Seite | Das Bild selbst |
| Einfluss auf das Layout | Braucht für jeden Link Platz auf der Seite | Das Layout bleibt unverändert |
| Mehrere Inhalte auf einer Seite | Für jeden ein eigener Code | Jedes Bild öffnet sein eigenes Video |
| Erlebnis | Sprung auf eine andere Seite | Inhalt zum Bild, das man gerade betrachtet |
| Einrichtung | Sehr einfach | Einfach (Bilder und Videos hochladen) |
| Scanbedingungen | Zuverlässig auch in kleinem Druck | Das Bild sollte detailreich und gut beleuchtet sein |
Stärken des QR-Codes
Der QR-Code ist ein bekannter Standard, und fast jede Smartphone-Kamera liest ihn direkt. Er ist sehr einfach einzurichten und funktioniert auch in kleinem Druck und bei schwierigem Licht zuverlässig. Für den Weg zu einer Website, einem Formular oder einem Download ist er nach wie vor die praktischste Lösung. Wie groß er gedruckt werden muss, zeigt der QR-Code-Größenrechner.
Grenzen des QR-Codes
Für jeden Inhalt braucht man einen eigenen Code. Sechs Produkte auf einer Katalogseite bedeuten sechs QR-Codes, die das Layout überladen. Der Scan führt auf eine andere Seite und unterbricht die Verbindung zum Druckprodukt. Und ändert sich die Adresse hinter einem gedruckten Code, muss womöglich auch der Code geändert werden.
Stärken der Bilderkennung
Bei der Bilderkennung bleibt das Layout unangetastet; das Foto selbst ist der Auslöser. Der Leser sieht das Video zu dem, was er gerade betrachtet, was das Erlebnis viel natürlicher und einprägsamer macht. Jedes Bild auf einer Seite kann seinen eigenen Inhalt öffnen. Auch wenn das Video später wechselt, bleibt der Druck gleich.
Grenzen der Bilderkennung
Ein Bild braucht genug Details, um erkannt zu werden: einfarbige, sehr schlichte oder fast identische Seiten sind schwer zu erkennen. Stark glänzende (kaschierte) Oberflächen und schlechtes Licht können die Erkennung ebenfalls erschweren. Etwas Sorgfalt vor dem Druck löst das; prüfen Sie Ihre Bilder mit dem kostenlosen Bildtest.
Bestes Ergebnis: beides kombinieren
In der Praxis verbindet der wirksamste Ansatz beide:
- Ein einziger QR-Code (auf dem Umschlag, der ersten Seite oder in einer Plakatecke) lädt den Leser ein und öffnet die Katalogseite im Browser.
- Danach richtet der Leser die Kamera auf ein beliebiges Bild, und das Video dieses Bildes startet. Keine weiteren Codes auf den Seiten.
So verbinden Sie den Vorteil des QR-Codes („jeder weiß, wie man ihn scannt") mit dem der Bilderkennung („das Layout bleibt sauber und jedes Bild öffnet sein eigenes Video"). Mehr dazu im Ratgeber Was ist ein Videokatalog?
Wann was?
- Wenn Sie nur auf eine Website oder ein Formular verweisen wollen: Ein QR-Code genügt.
- Für bildreiche Druckprodukte wie Kataloge, Ausstellungen und Broschüren, bei denen jedes Bild sein eigenes Video haben soll: Bilderkennung mit einem einzigen QR-Code als Einstieg.
- Für Plakate und Verpackungen, die Aufmerksamkeit und messbare Interaktion erzeugen sollen: Bilderkennung, denn das Bild selbst wird zum Video und jeder Scan wird im Dashboard erfasst.
Beispiele für Plakate, Verpackungen und Printanzeigen finden Sie auf der Seite Plakate & Printanzeigen.